FAQs Anfänger

Schlagzeugunterricht ohne Noten !?!

Da Wolfgang Klausner inzwischen sein umfangreiches Unterrichtsmaterial selbst entwickelt hat,  ist auch Unterricht ohne jegliche Notenkenntnisse möglich.
Lernen ohne Noten ist zwar sehr aufwendig, aber mit speziellem Unterrichtsmaterial möglich und eigentlich auch sinnvoll und effektiv.
Bevor es zu Notenkenntnissen geht, ist es ohnehin viel wichtiger, Verständnis für Rhythmus zu erlernen oder Spass an ersten Grooves/Beats zu haben.
Noten kann und sollte dann jeder ganz einfach nebenbei lernen.

Das trifft natürlich nicht nur auf individuellen Einzelunterricht zu. Gerade im Gruppenunterricht, wo teilweise unterschiedliche  Vorkenntnisse gegeben sind, ist ein für jeden effektiver und gemeinsamer „Nenner“ von Bedeutung.

Kleine !?

„Kleine“ müssen übrigens nicht an einem großen Schlagzeug für Erwachsene fast im Stehen versuchen an die Pedale zu kommen. Dafür gibt es bei Wolfgang Klausner einen extra tief einstellbaren Sitz und Trommelständer.

FAQs:

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Notenlesen (4)

Kann man überhaupt nach Noten trommeln?

Ja, warum nicht!? Prinzipiell bestehen Noten aus der Rhythmusdarstellung/Rhythmusnotation und der Tonhöhendarstellung/Tonhöhennotation. Rhythmus-Notation gilt ohnehin für alle Instrumente gleichermaßen. Es gibt zwar wie z.B. am Klavier keine absoluten Tonhöhen, aber genauso wie für andere Instrumente, lassen sich auch für Schlagzeug die Rhythmen der einzelnen Trommeln und Becken auf unterschiedlichen Notenlinien mit entsprechenden Symbolen notieren. Es gibt daher sehr viel Literatur für Schlagzeug.

Muss ich schon Noten lesen können?

Nein, man muß noch nicht Noten lesen können, um Schlagzeugspielen zu lernen. Für Vieles am Schlagzeugspielen lernen ist perfektes Notenlesen ohnehin nicht das Entscheidende.

Warum soll man überhaupt Noten lernen?

Sicherlich kann man auch ohne jeglicher Notenkenntnisse musizieren, komponieren oder ein Instrument lernen und u. U. dies sogar auf einem hohen Niveau. Für die meisten Menschen in unserem Kulturkreis geht das Lernen so aber nicht schneller voran, sondern verlangt eher mehr Engagement. Viele stoßen dann am Computer bei Sequenzer-Software auf die Matrix-Schreibweise oder in Foren auf \”Tabs\” (engl.). Tabs (Tabulaturen) ist ein Notationssystem, was im Rock- und Popbereich meistens verwendet wird. Wer das Prinzip von Tabs oder Matrix verstanden hat, der wird auch fast genauso schnell Noten lernen. Wer Noten kann, ließt auch mit Leichtigkeit Tabs oder Matrixen.
Noten zu können und lernen hat keinen Nachteil. Es gibt keinen sinnvollen Anlass, Noten letztlich nicht nicht zu lernen. Man erspart sich dadurch nicht wirklich etwas oder wird ein freierer Künstler. Selbst wenn ich Notation nicht beherrsche, richte ich mich bewusst oder unbewusst nach deren Ordnungsprinzipien. Man verschließt sich keine Türen, die man später mit hartem Eifer dennoch öffnen muss, wenn man z.B. mit anderen Musikern auch in Worten kommunizieren will. Zuletzt darf man nicht vergessen, welche Bedeutung oder Vorteil es hat, wenn man etwas schnell einfach aufschreiben kann, um es zu einem anderen Zeitpunkt ohne lange nachzudenken wiedergeben zu können.

Ist das Lernen von Noten schwer?

zu den Klischees –
der ”Rockmusiker” und der ”Klassiker”:
Der Rockmusiker erstummt, wenn man ihm Noten hinlegt, da er entweder Noten gar nicht lesen kann, ihm die nötige Routine fehlt oder weil er sein Blattspiel nie auf ein ausreichendes Niveau gebracht hat.
Das Gedächtnis und das harmonische und rhythmische Gehör sind im Idealfall stärker ausgeprägt. Er ist dadurch meist darauf angewiesen, Stücke zu verinnerlichen. Dadurch entwickelt sich ein umfangreiches Repertoire an Stücken, die er sogar auswendig spielen kann. Freies Spielen und Improvisieren ist ihm sehr wichtig.

Der Klassiker ist verloren, wenn man ihm die Noten wegnimmt, da er nicht gelernt hat, zu improvisieren und sich auf sein Gehör zu verlassen oder wenig Erfahrung hat, wie Stücke harmonische aufgebaut sind.
Der Rockmusiker fühlt sich unwohl, unfrei und gebremst, wenn er nach Noten spielen soll. Es fällt ihm so schwer, dass er all seine Konzentration aufbringen muss, um all die Informationen auf dem Blatt nur zu lesen. Da bleibt nichts mehr übrig um wirklich Musik zu machen, geschweige zu rocken.

Der Klassiker fühlt sich durch sein Notenblatt eigentlich entlastet und frei, da er sich nicht darauf konzentrieren muss, was er spielt. Er kann all seine Energie dafür aufbringen, wie er das Stück spielt. Selbst wenn das Stück neu ist, befindet sich ja nur bekanntes Vokabular darin.
Das Gedächtnis und harmonische und rhythmische Gehör sind oft nicht so stark ausgeprägt, da er es nicht so stark trainiert. Das Repertoire an auswenigen Stücken ist sehr gering.

Vergleich mit Lesen von Schrift:
Der Rockmusiker ist also wie jemand, der nach dem er das ABC gelernt hat, nie einen Satz richtig gelesen hat und immer darauf gewartet hat, bis das Hörbuch oder der Film erschienen ist.
Der Klassiker im Gegenzug hat von klein auf viele Bücher gelesen und kann inzwischen einen Roman innerhalb kürzester Zeit lesen. Vielleicht findet er es so sogar besser, erst einmal seine eigene Fantasy zu entfalten und Interpretation zu finden, bevor er sich mit eigentlichen Nacherzählungen anderer beschäftigt.

Keine Sorge, man kann nebenbei ohne große Anstrengungen automatisch Noten lernen. Es ist eigentlich schon erstaunlich, dass Noten von Vielen so mystifiziert werden und Aversionen entstehen. Für die Einen scheint es etwas Unmögliches zu sein, nach Noten gut ”frei” zu spielen, zu improvisieren oder etwas kompliziertes nach Noten zu spielen. Andere geraden in Panik, wenn man ihnen ihr Notenblatt, ihre ”Krücke”, wegnimmt oder sie ein komplexes Stück auswendig spielen sollen. Wie so oft muss das Eine das Andere nicht ausschließen und beides zu können und zu lernen ist eigentlich nicht so schwierig, sondern im Grunde das Leichteste beim Erlernen eines Instrumentes. Zu dem sind Noten beim Schlagzeug in erster Linie Rhythmusnotation. Die traditionelle Tonhöhennotation findet keine Anwendung. Andererseits ist aber genau die Rhythmusnotation was bei Melodieinstrumenten vernachlässigt wird und gerade Kindern, die noch kein Allgebra hatten, schwer zu verstehen fällt. Wenn es nicht über das Matheverständnis geht, gibt es aber auch andere Methoden, Rhythmen klar zu machen und auch visuell darzustellen bzw. aufzuschreiben oder festzuhalten. Zu letzt darf man nicht vergessen, wie schnell man eigentlich in der Schule das Alphabet und Lesen und Schreiben gelernt hat. Dies ist eigentlich viel komplexer und man provitiert sein ganzes Leben davon – man denkt eigentlich gar nicht darüber nach.

Einzel- oder Gruppenunterricht (3)

Unterrichtsformen

Einzel- und Gruppenunterricht haben Vor- und Nachteile, auch je nach Schüler-Typ. Im Idealfall kann eine Kombination aus beidem die Nachteile minimieren, die Vorteile von beidem ausschöpfen und zu schnellen und optimalen Lernerfolgen führen. So ist zeitgemäßer Instrumentalunterricht.

Siehe auch am besten noch unter Unterrichtsarten!

Einzelunterricht

Der Einzelunterricht kann individuell auf Alter, Spielniveau, Ziele und Interessen des Schülers zugeschnitten werden. Hier kann besonders auf Stärken und Schwächen eingegangen werden. Besonders speziel oder sehr interessierte Schüler oder welche mit Lernschwierigkeiten auf der anderen Seite sollten sich (auch) vor allem für Einzelunterricht entscheiden. Das Lerntempo kann flexibel spontan der Situation angepasst werden.

Gruppenunterricht

Gruppenunterricht sollte nicht als Notvariante oder als eine billige Alternative zum Einzelunterricht verstanden werden. Im Gegenteil gibt es auch einige Vorteile gegenüber dem Einzelunterricht.
Da jeder Mensch anders ist, kann die jeweilige Zusammenstellung von Schülern sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den Lernerfolg und die Motivation der einzelnen Teilnehmer haben. Die jeweilige Konstellation kann auf der einen Seite sehr förderlich sein oder auch bremsend. Daher sollte dies immer erprobt und nur solange durchgeführt werden, wie es förderlich ist. Das Lerntempo einer Gruppe hängt stark von ihrer Zusammensetzung ab. Je homogener eine Gruppe ist, desto mehr kann schnell „am gleichen Strang gezogen werden“.

die Vorteile:
  • gesunder Konkurrenzkampf,
  • gegenseitiges Motivieren,
  • ein Schwacher kann sich an die Starken ´ran hängen,
  • automatisches voneinander Lernen, auch lernen aus den Fehlern und Stärken der Anderen,
  • Anregungen durch die Anderen erhalten,
  • Feedback von den Anderen erhalten,
  • Vorspiel und Gruppenimprovisation, Vorspielängste abbauen,
  • Stabilisierung von Selbstbild,
  • das Repertoire der Anderen kennen lernen
kleine Gruppe:

In der kleinen Gruppen sind in der Regel 2 bis 6 Schüler, die alle aktiv (jeder trommelt…) am Unterricht teilnehmen können. Freundschaften, sich gegenseitiges Helfen und gemeinsames Üben verstärken die Motivaton.

große Gruppe, Klasse:

Ab einem Duzend Teilnehmern könnte man von einer großen Gruppe oder Klasse sprechen
Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn es mehr ergänzend zum Einzelunterricht einen Vorlesungscharakter hat. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass die Teilnehmer nicht aktiv integriert werden können – z.B. Bodypercussion, Blattspiel, Rhythmik, Gehörbildung, Stilkunde & musikhistorische Hintergründe, Repertoire, Schlagzeug-Methodik …

Antworten zu allgemeinen Fragen (6)

Ist der Unterricht für Anfänger günstiger?

Nein, jeder kompetente Lehrer weiß, dass Unterricht gerade für Anfänger von ihm viel mehr pädagogisches Wissen und Feingefühl verlangt. Trotzdem ist der Unterricht deswegen aber auch nicht teurer. Der Unterricht kostet bei Wolfgang Klausner für Anfänger genauso viel, wie für Fortgeschrittene oder Profis. Ebenso gibt es keinen Kostenaufschlag für Erwachsene.

Wieviel muss man üben?

Es ist sicherlich klar, dass man nur sehr sehr langsam vorankommt, wenn man außerhalb des Unterrichts sehr wenig übt oder womöglich gar nicht spielt. Ein wenig üben, auch nur 5 Minuten, ist besser als gar nichts. Du solltest trotzdem versuchen wenigstens 3 Tage wöchentlich ca. 30 bis 60 Minuten zu üben, um einigermaßen zügig voranzukommen. Das muss nicht immer am Stück sein, sondern 10-Minuteneinheiten können auch auf den Tag verteilt werden. Die Wiederholung macht´s. Je mehr, desto besser. Die meisten würden staunen, wie schnell sie lernen, wenn sie intensiv und richtig (effektiv) üben. Diejenigen, die Schlagzeugspielen mehr als ein Hobby ansehen, es zum Beruf machen möchten, müssen wirklich regelmäßig 5 Tage die Woche ca. 4 Stunden auf den Tag verteilt effektiv üben. Manche Musikstudenten beschäftigen sich sogar den ganzen Tag mit Musik.

Brauche ich ein eigenes Schlagzeug bzw. wo und wie kann ich üben?

Ein eigenes Schlagzeug zu besitzen, ist für die ersten Stunden nicht zwingend erforderlich. Im Gegenteil sollte erst einmal der Probemonat abgewartet werden, bevor gleich in ein Instrument investiert wird.
Optimal ist es natürlich, wenn man ein eigenes Schlagzeug und einen Raum hat, wo man jederzeit (auch laut) üben kann. Wenn man nicht wirklich viel üben kann oder möchte, ist es günstiger sich auf Stundenbasis einen komplett ausgestatteten Raum zu buchen. Darüber hinaus kann man auch zu Hause leise auf einem elektronischem Schlagzeug (eDrum) mit Kopfhörer üben oder sich günstige Practice-Kits oder einfach nur ein Practice-Pad (Gummiplatte zum Üben, die man auf ein Stativ montieren, aber auch auf eine kleine Trommel, einen Tisch oder Stuhl legen kann). Dazu gibt es auch entsprechen Pads für die Fußtechnik. Ansonsten kann man statt einem Pedal auch einfach mit dem Fuß (Hacke und/oder Spitze) auf den Boden tippen. Diese \\\”Trocken-Übungen\\\” können nicht nur als Ergänzung sogar sehr effektiv sein. Deswegen üben und kontrollieren auf einem Pad zum Metronom (Taktell) nicht nur Anfänger sondern auch versierte Schlagzeuger focussiert z.B. vor einem Spiegel ihre Trommel-Technik und Haltung.
Im Grunde erfüllt auch ein Computer-Mouse-Pad oder jede andere Oberfläche ihren Zweck, vor der man gut sitzen oder stehen kann: Gummi oder harte Oberflächen um den \\\”Rebound\\\” (Rückprall des Stockes) für leichtes Spielen zu üben oder weiche (z.B. Kopfkissen), um Kraft und Ausdauer zu trainieren.
Gern helfe und berate ich auch bei einem Kauf eines gebrauchten oder neuen Schlagzeuges (oder Online-Beratung) und geben Hilfestellung bei Aufbau und Einrichten eines Schlagzeugs.

Muß ich Unterrichtsmaterial oder Bücher kaufen?

Nein, das Unterrichtsmaterial wird zur jeweiligen Stunde auf den Schüler zugeschnitten. Ein Ordner mit Trennblättern ist zur besseren Organisation von Vorteil ebenso wie eine Hausaufgaben-Rubrik darin. Zu verschiedenen Themen wird der Lehrer eine Literaturempfehlung aufschreiben. Erfahrungsgemäß lernt es sich schöner, wenn man neben den Blättern auch noch ein paar Bücher zum Nachschlagen hat. Zu dem ist das Lernmaterial von Wolfgang Klausner nach und nach zum \”Nachschlagen\” auch online verfügbar.
Ansonsten braucht jeder Schüler seine eigenen Paare Stöcke (am besten dünne und dicke). Ein Notenständer erleichtert das Lesen der Übungen beim Trommeln. Früher oder später ist auch ein Taktell (Metronom) unerlässlich, die es inzwischen auch als kostenlose Software gibt (falls ein Computer in der Nähe ist; ein Notebook wäre praktisch und ein einfacher Pentium I reicht dafür sogar). Der Metronom-Klick kann mit einem (geschlossenen) Kopfhörer noch besser hörbar gemacht werden und die Lautstärke des Trommelns dadurch isoliert werden oder über eine Stereo-Anlage, Kopfhörerverstärker oder kleines Mischpult verstärkt werden. Zum lauten Üben (z.B. mit Band) ist sowieso Gehörschutz unbedingt notwendig.

Was ist ein Diplommusikpädagoge?

Ja, das heißt, dass der Lehrer Musik bzw. Schlagzeug studiert hat und sich einer staatl. Diplomprüfung unterzogen hat. Die Zugangsvoraussetzung zu einer deutschen Hochschule für Musik ist das Bestehen einer praktischen (im Hauptfach Schlagzeug und Nebenfach Klavier) und theoretischen Eignungsprüfung. Darüber hinaus muss man von der Jury als einer der besten Bewerber bewertet worden sein, da jährlich meist nur zwei neue Studenten je Instrument aufgenommen werden. An den meisten Hochschulen für Musik in Deutschland wird neben dem Studium der Schulmusik bzw. Lehramt für allg. Schulen (Abschluss mit erstem und zweitem Staatsexamen und Referendariat dazwischen) zwischen einem künstlerischen und pädagogischen Studiengang unterschieden, die eine Regelstudienzeit von 8 bis 10 Semester haben.
Die künstlerische Ausbildung umfaßt neben den klassischen musiktheoretischen Fächern wie Tonsatz, Musikgeschichte … hauptsächlich den praktischen Unterricht (Einzelunterricht am Instrument und Ensembleunterricht). Der pädagogische Studiengang beinhaltet zusätzlich Vorlesungen in allg. Padägogik, Musikpädagogik, Psychologie, Didaktik, Methodik des Instruments, Lehrpraxis, elementare Musikpädagogik (musikalische Früherziehung) und das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit. Neben den theoretischen Prüfungen, Referaten, Hausarbeiten sind auch eine Repertoireprüfung, ein Abschlusskonzert und Lehrproben mit unterschiedlichen Schülern zu absolvieren.
Wolfgang Klausner hat daher mehrere Studienabschlüsse: Diplommusikpädagoge für Popularmusik, Diplomschlagzeuger und Master of Music Degree. Seine Diplomarbeit und Lehrproben wurden sogar mit der Höchstnote bewertet, sein Diplom auch mit gut.
Die pädagogischen Kurse können einem schon sehr helfen, ein guter Lehrer zu werden. Denn nur weil man ein guter erfolgreicher Musiker ist und studiert hat, heißt das noch lange nicht, dass man auch gut unterrichten kann. Dennoch ist trotz eines Pädagogikdiploms vor allem das eigene Engagement entscheidend, was einen zu einem guten Lehrer machen wird.

Man kann Schlagzeug auch an Musikhochschulen oder privaten Instituten z.B. in Österreich, den Niederlanden oder USA studieren, wo es meist nicht notwendig ist eine Aufnahmeprüfung in Klavier zu absolvieren. In Deutschland kann man natürlich auch an privaten Schulen studieren, wo die Zugangsvorraussetzung viel leichter sind. Aber deren Abschlüsse sind an staatlichen Musikschulen aufgrund der meist nicht vorhandene pädagogischen Ausbildung nicht anerkannt oder die Bezahlung ist schlechter dadurch.

Wenn kein Unterricht in den Ferien stattfindet, wird dieser dann nachgeholt?

Nein, es ist ein Mißverständis, zu denken, man würde für etwas bezahlen, was nicht stattfindet. Das nach Vertrag monatliche Honorar wird nicht ohne Grund als „Monatspauschale“ bezeichnet. Die Unterrichtsgebühr ist dabei auf das Jahr hochgerechnet, und die Ferien sind somit Bestandteil dieser Kalkulation.
Man erhält also nicht immer 4 Stunden für eine Monatspauschale und es besteht ebensowenig ein Anrecht auf 4 Stunden im Monat. Umgekehrt muss man auch nicht mehr bezahlen, wenn in manchen Monaten 5 Stunden stattfinden. Ein Monat hat nun mal leider nicht immer 28 Tage oder genau 4 Wochen.
Übrigens – das Gehalt eines (Fest-)Angestellten auch so kalkuliert, dass er auch während seines Urlaubs durchbezahlt wird und eine Wohnungsmiete muss ja auch für die Zeit wo man verreist ist, bezahlt werden.
Wem eine Pauschalregelung mit den damit verbundenen Ferien nicht gefällt, regelmäßige Termine sich ohnehin nicht mit seinem Alltag oder seinen unregelmäßigen Arbeitszeiten vereinen lässt und lieber nur für die jeweils gehaltene Stunde bezahlen möchte, kann dies über die anderen Angebote machen wie „Pre-Paid-Stundenkontingente“ oder „Einzelstunden“. Dieses Angebot muss natürlich leider etwas mehr kosten.

Alter zum Beginnen (2)

Wie alt sollte man sein?

Man kann als Rentner genauso mit dem Schlagzeug spielen beginnen wie als Kind. Der früheste Zeitpunkt ist jedoch dann gekommen, wenn das Equipment körperlich erreicht und beherrscht werden kann. Auch aus diesem Grund wurde meist ein frühestes Einstiegsalter von ca. 10 Jahren empfohlen.
Da es heutzutage eine immer bessere Auswahl an Junior-Drumkits gibt (siehe Kaufberatung „Kleines für Kleine“), spielt das Alter diesbzgl. keine wirkliche Rolle mehr.

So früh wie möglich bzw. schon vor dem Schulalter zu beginnen, kann auch nicht pauschal empfohlen werden. Grundsätzlich hängt dies sehr starkt davon ab, wie in welcher Form im jeweiligen Umfeld (meist Familie, Freunde) musiziert wird – oder eben womöglich keiner musiziert oder nicht die Musikstilistik, die einen motiviert. Ansonsten sollte dies besser im Rahmen von Probestunden bei verschiedenen Lehrern ausprobiert werden, da auch hier gute Methoden und die „Chemie“ manchmal mehr darüber entscheiden, ob ein Kind am Trommeln Spass hat, „d´ran“ bleibt und voran kommt, als z.B. Talent oder Reife.
Dennoch kann insbesondere bei unter 6jährigen Trommeln im Rahmen von musikalischer Früherziehung etc. erst mal die richtige Wahl sein. Zum Drumset kann man dann immer noch wechseln.
Die Voraussetzung lassen sich also nicht einfach nur vom Alter abhängig machen, auch hier gilt „Probieren geht über Studieren“.

Hier noch ein interessanter Artikel zur Thematik:

Instrumentalunterricht für Kinder ab 2 Jahren – sinnvoll oder nur werbewirksam?

Und Erwachsene?

Es ist schon so, dass Erwachsene nicht mehr so locker und spielerisch lernen wie Kinder. Dies bedeutet aber nicht, dass man (zu) langsam lernt. Erwachsene können Vieles aus anderen Bereichen übertragen und sind (hoffentlich?) zielstrebig(er). Wenn ein Erwachsener wirklich will, Spass am musizieren hat und sich die Zeit nimmt zum regelmäßigen Üben, ist ein Einstieg im Erwachsenen- oder Seniorenalter kein nennenswerter Nachteil. Hat er/sie schon ein anderes Instrument gespielt, fällt es umso leichter. Natürlich sollte man dennoch mit fortgeschrittenerem Alter nicht mehr davon ausgehen, große Karriere als virtuoser Berufsschlagzeuger zu machen, da die meisten dafür 10 bis 20 Jahre intensiv üben und lernen mussten. Dem gemeinsamen Musizieren in einer Band und dem auch authentischen Umsetzen von Songs spricht aber nichts dagegen – guten Unterricht und/oder entsprechendes Lehrmaterial vorausgetzt.

Entscheidend ist also nicht das Einstiegsalter, sondern wie intensiv man sich für Musik interessiert und sich damit beschäftigt – also letztlich wie gut und wieviel man übt bei durchschnittlichem Talent für Motorik und Rhythmus. Nicht zu vergessen ist natürlich dabei ein Umfeld, in dem Musik(machen) möglichst zum Alltag gehört wie z.B. auch das möglichst zeitige Spielen in einer Band!


Wolfgang 'Woody' Klausner: für Anfänger bis Profi & Lehrer, 6 bis 100 Jahre