Gruppenunterricht

Gruppenunterricht sollte nicht als Notvariante oder als eine billige Alternative zum Einzelunterricht verstanden werden. Im Gegenteil gibt es auch einige Vorteile gegenüber dem Einzelunterricht.
Da jeder Mensch anders ist, kann die jeweilige Zusammenstellung von Schülern sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den Lernerfolg und die Motivation der einzelnen Teilnehmer haben. So kann der Unterricht auf der einen Seite sehr förderlich und anregend für den einzelnen sein oder aber auch bremsend, wenn z.B. die Chemie untereinander einfach nicht stimmig ist. Daher sollte dies immer erprobt und nur solange durchgeführt werden, wie es förderlich ist. Das Lerntempo einer Gruppe hängt stark von ihrer Zusammensetzung ab. Je homogener eine Gruppe ist, desto mehr kann schnell “am gleichen Strang gezogen werden” und ein gewisser Flow entsteht.

Die Vorteile:
  • gesunder Konkurrenzkampf
  • gegenseitiges Motivieren
  • ein schwaches Glied kann von den Stärkeren im Team profitieren
  • man lernt automatisch voneinander, sowohl von den Fehlern bzw. Schwächen als auch von den Stärken der Anderen
  • Anregungen von den anderen Teilnehmern erhalten
  • Feedback von den Anderen erhalten
  • Vorspiel und Gruppenimprovisation, Vorspielängste abbauen
  • Stabilisierung vom eigenen Selbstbild
  • das Repertoire der Anderen kennen lernen
Kleine Gruppe:

In der kleinen Gruppen sind in der Regel 2 bis 6 Schüler, die alle aktiv (jeder trommelt…) am Unterricht teilnehmen können. Entstehende Freundschaften, gegenseitige Hilfe und gemeinsames Üben verstärken die Motivaton.

Große Gruppe, Klasse:

Ab einem Duzend Teilnehmern könnte man von einer großen Gruppe oder Klasse sprechen.
Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn der Unterricht ergänzend zum Einzelunterricht einen Vorlesungscharakter hat. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass die Teilnehmer nicht aktiv integriert werden können – z.B. Bodypercussion, Blattspiel, Rhythmik, Gehörbildung, Stilkunde & musikhistorische Hintergründe, Repertoire, Schlagzeug-Methodik …